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Neue Studie "Arbeit und Qualifizierung in der sozial-ökologischen Transformation"

Das Umweltbundesamt hat im Januar 2026 eine neue Studie veröffentlicht, die die Auswirkungen der sozial-ökologischen Transformation auf den Arbeitsmarkt sowie die berufliche Bildung und Qualifizierung untersucht. 

Die Studie identifiziert Schlüsselbranchen und -berufe, die besonders von der Transformation betroffen sind oder sie aktiv gestalten. Dazu gehören insbesondere Berufe in der Energie- und Gebäudetechnik, Elektrotechnik, Heizungs- und Klimatechnik, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Bauplanung sowie Architektur. Berufe in diesen Branchen sind von zentraler Bedeutung, unter anderem für den Ausbau erneuerbarer Energien, die energetische Sanierung, die Kreislaufwirtschaft oder den Umbau industrieller Produktionssysteme.  

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass die Transformation der Wirtschaft aktuell auf einen angespannten Arbeitsmarkt trifft: Bei zahlreichen Transformationsberufen besteht schon heute ein Fachkräftemangel bzw. wird zukünftig ein Engpass erwartet, der auch das Gelingen der Transformation gefährden könnte. 

Instrumente und Maßnahmen

Die Autor/innen der Studie fordern eine gezielte politische Steuerung, institutionelle Rahmensetzung sowie Investitionen. Eine erfolgreiche Transformationsstrategie müsse an regionalen Wirtschaftsstrukturen ansetzen, funktionale Cluster erfassen und regionale Arbeitsbedingungen berücksichtigen. Auch gewinnen insbesondere überfachliche Kompetenzen in der Transformation an Bedeutung wie z. B. systemisches Denken in Kreisläufen, digitale und ökologische Kenntnisse, Change-Management sowie ein erhöhtes Reaktionsvermögen auf sich wandelnde Marktbedingungen. 

Um Fachkräfte für Transformationsberufe zu gewinnen und zu sichern, schlagen die Autor/innen u. a. vor:

  • Neue Wege der Rekrutierung (z. B. auch durch Ansprache berufsfremder Arbeitskräfte),
  • Soziale Nachhaltigkeit in der Transformation sichern (z. B. durch faire Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung und sichere Beschäftigung),
  • Anpassung des Weiterbildungssystems an die Transformationsanforderungen,
  • Entwicklung regional abgestimmter Arbeitsmarkt- und Qualifizierungsstrategien,
  • eine vorausschauende Strukturpolitik (z.B. durch gezielte Investitionen in Infrastruktur oder strategische Auftragsvergaben).

 

Studie "Arbeit und Qualifizierung in der sozial-ökologischen Transformation" (Umweltbundesamt, 2026)

 

Autor: GSA

(c) Umweltbundesamt

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