Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal 2021

Dienstag, 29.06.2021

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die aktuellen Daten zum Insolvenzgeschehen in Deutschland für das erste Quartal 2021 auf der Grundlage der Angaben der deutschen Amtsgerichte veröffentlicht.

Danach ergaben sich bis einschließlich März 2021 insgesamt 33.096 Insolvenzen, was eine Zunahme von ca. 30,5 % zum Vergleichszeitraum 2020 entspricht. Von den beantragten Insolvenzverfahren entfielen 3.762 auf Unternehmen (19,7 % weniger als im ersten Quartal 2020), 22.686 auf Verbraucher (+50,3 %) und 5.610 auf ehemals selbstständig Tätige (+20,4 %). Bei den beantragten Unternehmensinsolvenzen war das Baugewerbe mit 608 Fällen am häufigsten betroffen, gefolgt von dem Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen) mit 556 Fällen und dem Gastgewerbe mit 415 Fällen. Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise drückt sich nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen aus. Der starke Anstieg der Verbraucherinsolvenzen erklärt sich mit dem Gesetz zur schrittweisen Verkürzung von Restschuldbefreiungsverfahren von sechs auf drei Jahre, das seit dem 1. Oktober 2020 gilt. Viele überschuldete Privatpersonen werden ihren Insolvenzantrag zunächst zurückgehalten haben, um von den Vorteilen der Neuregelung zu profitieren.

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes (Destatis).

(Autor/Quelle: GSA)

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