Insolvenzgeschehen im Jahr 2022

Dienstag, 21.03.2023

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die aktuellen Daten zum Insolvenzgeschehen in Deutschland für das Jahr 2022 auf der Grundlage der Angaben der deutschen Amtsgerichte veröffentlicht.

Danach ergaben sich für das Jahr 2022 insgesamt 104.708 Insolvenzen, das waren ca. 27,9% weniger als im Jahr 2021. Darunter fallen 14.590 Unternehmensinsolvenzen, was für diese Gruppe einen Anstieg von ca. 4,3% zum Vorjahr entspricht. Bei der Interpretation ist zu beachten, dass von März 2020 bis Mai 2021 die Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen infolge der Corona-Pandemie ganz oder teilweise ausgesetzt war. Bezüglich der Verbraucherinsolvenzen ergeben sich für das Jahr 2022 insgesamt 65.487 Anmeldungen, was einen Rückgang in Relation zum Jahr 2021 von ca. 16,6% bedeutet. Es zeigt sich weiterhin, dass sich die durch die Corona-Pandemie bedingten wirtschaftlichen Krisen erst zu einem späteren Zeitpunkt in der Anzahl der Insolvenzverfahren widerspiegeln werden. Bei den beantragten Unternehmensinsolvenzen war das Baugewerbe mit 2.698 Insolvenzanträgen am häufigsten betroffen. Im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen) stellten 2.239 Unternehmen Insolvenzanträge.

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes (Destatis).

(Autor/Quelle: GSA)

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